Schwache Nieren – was sind die Ursachen

Die möglichen Ursachen kranker oder geschwächter Nieren sind die folgenden:

  • ungesunde Ernährung
  • zu wenig Wasser trinken
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • hohe Harnsäurewerte

Die Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt, das im Körper beim Abbau von Purinen entsteht.

Purine sind besonders in Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Sojaprodukten enthalten. Wenn die Harnsäurekonzentration im Blut nun über einen bestimmten Wert steigt, kristallisiert die Harnsäure aus und es entstehen Harnsäurekristalle.

Lagern sich diese im Gewebe und in den Gelenken ab, kommt es zur Gicht, lagern sie sich jedoch in den Nieren ein, sind es Nierensteine bzw. Harnsäuresteine.


Nierenerkrankungen sind in zwei Typen eingeteilt – akute und chronische. Während bei einer akuten Nierenerkrankung die Symptome ganz plötzlich auftreten, entwickeln sie sich bei einer chronischen allmählich im Laufe von einigen Wochen oder sogar Monaten.

Chronische Nierenerkrankungen

Eine Nierenerkrankung wird oft als beträchtlicher Verlust der normalen Nierenfunktion wegen der Schädigung des Organs beschrieben. Da die Nieren richtig zu funktionieren aufhören, sammeln sich Giftstoffe im Blut an, was zum Tode führen kann.

Im Falle einer akuten Nierenerkrankung entwickeln sich die Symptome schlagartig, was auf verschiedene Ursachen wie Aufnahme von toxischen Substanzen, Blasenentzündung, Blasensteine und Tumor der Harnblase zurückzuführen wäre.

Im Vergleich zu der akuten Form kann sich eine chronische Nierenerkrankung über eine längere Zeit entwickeln, in welcher das Tier keine offensichtlichen Symptome zeigt.

Neben dem normalen Verschleiß des Organs umfassen weitere Ursachen für die chronische Nierenerkrankung:

eine langfristige Infektion der Nieren, angeborene Defekte und Anomalien des Organs, Gefäßerkrankungen (Ursache für gestörten Blutfluss zu den Nieren), Nierenschäden durch immunbedingte Erkrankungen, Bluthochdruck und Krebs.

Die Krankheit wird häufig in Zusammenhang mit dem Altern gebracht. Bei kleinwüchsigen Hunderassen erscheinen die Symptome der beiden Krankheitsformen im Alter von 10 bis 14 Jahre, während bei großen Hunden sie bereits ab dem siebenten Lebensjahr zum Vorschein kommen können.

Symptome der chronischen Nierenerkrankung

In frühen Stadien einer chronischen Nierenerkrankung  zeigen sich die Symptome üblicherweise nicht.

 

Wie schon erwähnt, führen die Beschwerde zur Beschädigung der Nieren. Im Falle einer chronischen Nierenerkrankung versuchen die gesunden Teile der Nieren den Ausfall der beschädigten zu kompensieren. Das kann jedoch nur einige Zeit andauern, bis es unmöglich wird und mit einem vollständigen Nierenversagen endet. Dies ist der Grund, warum sich die Symptome in den frühen Stadien der chronischen Nierenerkrankung nicht zeigen, sondern erst  dann, wenn sich die chronische Erkrankung zu einer akuten Nierenerkrankung entwickelt hat.

 

Im Folgenden sind einige Symptome der Nierenerkrankung aufgeführt.

 

  • Obwohl in frühen Stadien die Symptome kaum in Erscheinung treten, kann der Hund bereits Apathie und Schwäche sowie nach und nach Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust zeigen.
  • Vermehrter Durst und häufiges Urinieren gehören zu den Symptomen dieser Erkrankung, hinzu kommen Schmerzen beim Wasserlassen, Verlust der Blasenkontrolle, Urin mit Blut etc.
  • Die Erkrankung äußert sich auch durch extreme Müdigkeit, Erbrechen, Durchfall, Mundgeruch, Depression und Geschwüre im Mund.

Homöopathie und Phytotherapie bei Nierenerkrankungen


Homöopathie für die Nieren

Die Homöopathie kann die Ausleitung von Giften aus den Nieren sowie die Nierendurchspülung unterstützen.

Bei Nierensteinen kann sie bei deren Auflösung helfen.

Ebenso hilft sie bei immer wiederkehrenden Nierenbeschwerden, Nierensteinen und Koliken.

Nierenkräuter

Verschiedene Kräuter üben eine sehr heilsame Funktion auf die Nieren aus. Dazu gehört die Goldrute.

Sie wird seit Jahrhunderten in Europa benutzt, um Infektionen der Blase und der Harnwege sowie Nierensteine zu behandeln und deren Entstehung zu vermeiden. Da die Pflanze harntreibende, antioxidative sowie antibakterielle Eigenschaften aufweist, ist sie eine ideale Nierenpflanze.

Die Goldrute soll besonders effektiv gegen Hefepilze und Kolibakterien wirken – beide sind oft die Verursacher von Entzündungen der Harnwege, die dann aufsteigen und auch die Nieren befallen können. Die Goldrute ist daher ein zentraler Bestandteil vieler traditioneller Tees, die bei Blasenentzündungen verwendet werden und auch dazu, um Nierensteine auszuspülen.

Entsäuerung für die Nieren

Die Nieren sind bekanntlich die Hauptregulatoren des Säure-Basen-Haushalts. Stimmt nun etwas mit den Nieren nicht, muss auch darüber nachgedacht werden, eine mögliche Übersäuerung auszuschalten.

Eine Übersäuerung nämlich fördert insbesondere die Bildung von Harnsäure- und Calciumoxalatsteinen. Sie entstehen bei einem Urin mit stark saurem pH-Wert (um pH 5) und lösen sich bei einem basischeren pH-Wert (6,2 – 6,8) wieder auf.

Phosphatsteine wiederum entstehen bei stark basischem pH-Wert des Urins. Auch hier liegt eine Verschiebung des Säure-Basen-Haushalts vor.

Eine gesunde Ernährung sorgt für gesunde pH-Wert-Schwankungen des Urins, so dass es nie zu dauerhaft sauren pH-Werten und auch nie zu dauerhaft basischen pH-Werten kommen wird.