Die ganzheitliche Betrachtungsweise des Ekzemes ermöglicht es, Massnahmen zu ergreifen, die das Hautbild gravierend verändern können. Dabei unterscheidet man zwischen atopischem Ekzem, Kontaktekzem und seborrhoischem Ekzem.

Atopisches Ekzem

Das atopische Ekzem ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die mit sehr trockener Haut (in Schüben kann sie auch nässen), starkem Juckreiz, sowie häufig mit zusätzlichen Hautinfektionen einhergeht, die durch Bakterien, Viren oder Pilzen hervorgerufen werden.

Kontaktekzem

Von einem Kontaktekzem spricht man, wenn ein Tier durch Berührung bestimmter Stoffe, wie beispielsweise Farben, Metalle oder anderen Substanzen eine gerötete, entzündliche Hautreaktionen zeigt. Es wird zwischen einem allergischen Kontaktekzem und einem toxischem Kontaktekzem unterschieden. Bei der allergischen Form tritt die Reaktion auf den Stoff zeitlich verzögert auf und begrenzt sich im Allgemeinen auf die Hautfläche, die mit dem Allergen in Kontakt kam. Sie kann sich jedoch in anderen Hautbereichen zeigen. Bei der toxischen Form reagiert der Körper sehr schnell auf das Gift, das mit der Haut in Berührung gekommen ist. Die Hautreaktionen sind streng auf den kontaktierten Bereich begrenzt.

Seborrhoisches Ekzem

Bei einem seborrhoischen Ekzem handelt es sich um eine chronische entzündliche, scharf begrenzte, schuppende Hautveränderung.


Exkurs: Ekzem beim Hund

Immer, wenn ein Organ in seiner Funktion überlastet ist, schaltet sich die Haut ein. "Abfälle" aus dem Stoffwechsel werden also nicht mehr über Niere, Leber etc. ausgeschieden, sondern über die Haut – es entstehen Ekzeme, nässende oder trockene, an den Flanken oder am Bauch, zwischen den Zehen oder am Rücken, an der Schenkelinnen oder -aussenseite.

Bei einer alternativmedizinischen Behandlung erholt sich die Haut und muss nicht mehr die Ventil-Funktion übernehmen. Das Ekzem heilt. Wird hingegen mit Cortison und Antibiotika behandelt, vertieft sich die Organschwäche, das Ekzem wird chronisch, ein Nierenversagen wird gefördert, die Krankheit vertieft sich von weniger lebenswichtigen Organen (z.B. der Haut) zu lebenswichtigen Organen (z.B. Leber, Nebenniere, Niere etc.).


Exkurs: Juckreiz beim Hund

Juckreiz beim Hund hat viele Ursachen, so kann die Haut auf Umweltreize (z.B. Kälte) reagieren oder aber auch auf Stoffe, die über die Haut den Körper verlassen müssen. Dabei ist die Haut das grösste Ventil für belastete Entgiftungsorgane (Darm, Leber, Niere, Lunge). Weiter können Hormone und psychische Belastungen den Juckreiz auslösen. Dabei kann dieselbe Art von Jucken bei zwei verschiedenen Hunden nach ganz unterschiedlichen Mitteln verlangen, oder anders ausgedrückt: Jedem Patienten muss sein passendes Mittel nicht gegen den Juckreiz, sondern gegen die Ursache gegeben werden.

Bei der Diagnose "Lebensmittelunverträglichkeit" kann der Juckreiz unterschiedliche Körperteile befallen, je nachdem, welches Organ zu stark belastet ist. Sollten wir einen Juckreiz mit Cortison unterdrücken, besteht die Gefahr, dass im Körper eine Rückvergiftung stattfindet. Die Giftstoffe können nicht mehr über die Haut den Körper verlassen, sondern suchen sich ein anderes Ventil. Das könnte z. B. ein anderes Entgiftungsorgan sein. So entstehen neue oder chronische Krankheiten, denn die Belastungen betreffen nun nicht mehr die Hautoberfläche, sondern körperinnere und lebenswichtigere Organe als die Haut.