Welpen- und Junghund-Pyodermie (Impetigo)

Als Pyodermien bezeichnet man eitrige Entzündungen der Haut, die durch Bakterien hervorgerufen werden. Man unterscheidet drei verschiedene Formen der Pyodermie:

 

Oberflächenpyodermien: Bei Oberflächenpyodermien spielt sich das Entzündungsgeschehen nur auf der Oberfläche der Haut ab. Beispiele für Oberflächenpyodermien sind Hot Spot und Hautfaltendermatitis (Intertrigo).

 

Oberflächliche Pyodermien: Bei diesen Hautentzündungen sind die Oberhaut und eventuell auch die oberflächlichen Anteile der Haarfollikel betroffen. Diese Pyodermie-Form tritt bei Hunden am häufigsten auf. Zu den oberflächlichen Pyodermien gehört die Welpen- und Junghund-Pyodermie (Impetigo) .

 

Tiefe Pyodermien greifen auch die tiefen Hautschichten wie Lederhaut und Unterhaut an. Der Heilungsprozess ist langwierig und häufig bleiben Narben zurück. Auch Fieber und Appetitlosigkeit können als Begleiterscheinungen auftreten. Zu den tiefen Pyodermien zählen beispielsweise die Akne der Junghunde, Abszesse, Liegeschwielenpyodermien und Zwischenzehenentzündungen.

 

Grundsätzlich verfügt die Haut über eine Reihe von Abwehrmechanismen, um Entzündungen zu vermeiden. Dazu gehört  die ständige Neubildung von Hautzellen, das Abstossen alter Hautzellen,die Hautfette und der Schweiss. Auch auf gesunder Haut sind Bakterien, Pilze und Parasiten vorhanden, es besteht eine so genannte Mikroflora. Zwischen Mikroflora und Haut besteht ein Gleichgewicht: Die Mikroflora ernährt sich von den oben angeführten Hautprodukten und schützt gleichzeitig vor krankmachenden (pathogenen) Keimen. Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, können sich einige Keime vermehren und zu Hautentzündungen führen.

Pickel, Pusteln und Krusten sind die ersten Anzeichen einer Pyodermie. Auch Haarausfall und schuppige, gerötete Haut können beobachtet werden. Bei Welpen sind meist haarlose Stellen wie Achseln, Bauch und Brustkorb betroffen. Die Akne der Junghunde beschränkt sich häufig auf den Kopf. Nur ein Teil der Hunde verspürt starken Juckreiz.

Bei schweren Infektionen sind die Lymphknoten geschwollen und auch das Allgemeinbefinden kann gestört sein.

Behandlung

Entzündungen, die schulmedizinisch behandelt werden mit Antibiotika, Kortison oder "Entzündungshemmern" (NSAIDs) beseitigen zwar die akuten Symptome, doch sie heilen den Patienten nicht. Oft entwickelt sich anschliessend ein chronischer Krankheitsverlauf. Die Krankheitserreger sind zwar "abgetötet" worden, doch die körpereigene Abwehr, die den Selbstheilungsprozess initiieren sollte, wurde nicht gestärkt. Lesen Sie in meinem Vorwort, worin sich die Naturheilkunde von der Schulmedizin unterscheidet.