Eine Magenschleimhautentzündung, eine Gastritis kann verschiedene Ursachen haben und von einer leichten Reizung bis hin zu einer ausgedehnten Entzündung reichen. Eine mögliche Folge der Gastritis ist ein Magengeschwür.

Gastritis – Symptome der Magenschleimhautentzündung

Die Gastritis ist eine entzündliche Veränderung der Magenschleimhaut, die von allgemeinen Magenbeschwerden bis hin zu starken Schmerzen im Oberbauch führen kann. Die häufigsten Symptome einer Magenschleimhautentzündung sind:

  • Magendruck
  • Brennende Magenschmerzen
  • Sodbrennen (der Hund speichelt viel)
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit

Gastritis: Akut oder chronisch?

Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen Form der Gastritis. Der Unterschied ist insbesondere die Dauer.

Erscheint die Gastritis plötzlich und heilt dann innerhalb einiger Tage wieder aus, dann ist es die akute Form.

Entwickeln sich die Beschwerden jedoch schleichend oder bleibt die zunächst akute Gastritis dauerhaft bestehen, dann spricht man von der chronischen Form der Gastritis.

Die akute Magenschleimhautentzündung

Eine akute Gastritis entsteht ganz plötzlich aufgrund eines schädlichen Stoffes, der die Magenschleimhaut zu sehr reizt bzw. schädigt.

Der schädliche Stoff kann einer der folgenden sein: Medikamente und Chemikalien (wenn z. B. versehentlich Putz- oder Reinigungsmittel vom Tier aufgeleckt werden).

Die übliche Therapie einer akuten Gastritis besteht in erster Linie darin, den auslösenden Reiz zu meiden, 1 bis 2 Tage zu fasten und sich anschliessend ganz langsam an leicht verdauliche feste Nahrung zu gewöhnen.

Selbstverständlich sollten nach einer überstandenen Gastritis erst einmal einige Wochen lang fettreiche und anderweitig schwer verdauliche Speisen gemieden werden.

Die chronische Magenschleimhautentzündung

Eine chronische Gastritis kann sich aus einer akuten Gastritis entwickeln oder aber auch schleichend, also ohne ein vorhergehendes akutes Stadium auftreten. Sie kann sich deutlich bemerkbar machen (mit denselben Symptomen wie die akute Form) oder auch völlig ohne Symptome verlaufen.

Gastritis durch Stress

Nicht selten wird die Wirkung von Stress, Aufregung, Konflikten und Sorgen auf das Magen-Darm-System völlig unterschätzt. Denn lang anhaltender Stress kann dem Magen häufig so sehr zusetzen, dass allein dadurch eine Gastritis entstehen kann.

In diesem Fall liegen der Gastritis meist seelische Konflikte zugrunde. Hier kann der Therapeut mit gezielten Fragen Klarheit schaffen.

Zum Beispiel:

Was liegt mir schwer im Magen?

Was frisst mich von Innen auf?

Denn denken Sie daran: ein Tier spiegelt oft die Leiden seines Halters wider. Dies gilt auch für eine Gastritis, die  durch seelische Konflikte ausgelöst wird (siehe unten).

Gastritis durch seelische Konflikte

Probleme, für die sich einfach keine Lösung zu finden scheint oder auch Tatsachen, die man partout nicht akzeptieren kann, liegen gerne schwer im Magen.

Auch gibt es Gedanken, die einen förmlich "auffressen", und unterdrückter Ärger kann den Magen zum "Überlaufen", sprich zum Übersäuern bringen.

Wer jedoch Wut in sich hinein frisst, sorgt dafür, dass sich die Aggression gegen den eigenen Körper – und hier zunächst gegen den Magen wendet.

Homöopathie und Phytotherapie bei Gastritis

Die Naturheilkunde hält viele Mittel bereit, die sowohl bei einer akuten als auch einer chronischen Gastritis begleitend helfen können.

Der Schuldige für Magenbeschwerden wie Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre oder Zwölffingerdarmgeschwüre ist in den Augen der Schulmedizin in den meisten Fällen das Bakterium Helicobacter pylori. Mit starken Antibiotika-Therapien soll diesem Bakterium der Garaus gemacht werden. Bei manchen Patienten klappt es, bei manchen jedoch nicht. Es gibt aber auch natürliche Möglichkeiten, wie dem Helicobacter das Fürchten gelehrt werden könnte.


Exkurs: Gastritis beim Hund – der Hundemagen

Ein Hundemagen ist sehr dehnbar, und man kann ihn mit einem Sack vergleichen, den das Tier mit Nahrung füllen kann, und zwar problemlos mit einer dreifachen Futterration auf einmal, ohne dabei zu kauen! Im Magen beginnt die Verdauung: Magensäure und Enzyme, die sehr aggressiv sind, bearbeiten das Futter, welches der Darm anschliessend aufnimmt.

Damit der Magen sich nicht selber verdaut, verfügt er über Schutzeinrichtungen:

  • der Schleimhaut, die ganz innen liegt und deren Drüsen Salzsäure und Pepsin (Enzym für die Einweissverdauung) bilden
  • einer Muskelschicht, damit der Nahrungsbrei gemischt und mit dem Magensaft vermengt wird
  • einer festen, Halt gebenden Verschiebeschicht

Bei einer leichten, akuten Gastritis ist lediglich die innere Schleimhaut betroffen; reicht die Entzündung aber tiefer und dauert länger, kommt es zu einem Magengeschwür.

Isst der Hund im Winter zu viel Schnee (Schneegastritis) nimmt die Blutversorgung des Magens durch Kälte ab, der Schutz wird löchrig und der Magensaft kann die Schleimhaut angreifen. Erbrechen und Appetitlosigkeit sind dann die Folgen.