Mit zunehmendem Alter steigt bei Katzen das Risiko, an einer chronischen Niereninsuffizienz zu erkranken. Eine falsche Ernährung mit zu viel Trockenfutter und zu wenig Flüssigkeit sowie Übergewicht können dabei Ausschlag gebend sein.

Die Niereninsuffizienz der Katze beschreibt eine starke Verschlechterung der Nierenleistung bis hin zum Nierenversagen. Die Nieren sind nicht nur dafür zuständig, giftige Stoffwechselprodukte über den Harn aus dem Körper der Katze zu entfernen, sie steuern auch andere wichtige Körpereigenschaften. Über die Regulation der Wasserausscheidung wird die Wassermenge im Körper der Katze beeinflusst. Bestimmte Stoffe wie Natrium, Kalium oder Säuren, aber auch manche Medikamente, werden gezielt ausgeschieden, um zum Beispiel einen stabilen pH-Wert zu gewährleisten oder einer Vergiftung vorzubeugen. Außerdem steuert die Niere über die Abgabe von Hormonen den Blutdruck, die Bildung von roten Blutkörperchen und den Auf- und Abbau der Knochen.

 

Eine Verminderung der Nierenleistung ist für den Körper der Katze also eine massive Einschränkung in vielen Bereichen.

 

Unterschied zwischen akuter und chronischer Niereninsuffizienz

 

Eine akute Niereninsuffizienz tritt bei Katzen kurzfristig auf. Auslöser können verschiedene Vergiftungen, wie zum Beispiel mit Ethylenglykol, also Frostschutzmittel, sein. Ebenso häufig treten bakterielle Infektionen der Niere auf. Corynebakterien etwa können bei Katzen zu einer starken Infektion der Niere führen. Außerdem können eine massive Blutung mit raschem Abfall des Blutdrucks oder ein Verschluss der Harnwege infolge von Harnsteinen ebenfalls zu einer akuten Niereninsuffizienz bei Katzen führen.

 

Eine chronische Niereninsuffizienz (CNI) zeichnet sich bei Katzen durch eine langsame Verschlechterung der Nierenfunktion aus. Die Erkrankung fällt meist erst auf, wenn die Symptome vorangeschritten sind. Oft ist dann der weit zurückliegende Auslöser nicht mehr zu finden. Die Liste der möglichen Auslöser einer chronischen Niereninsuffizienz bei Katzen ist lang. Dazu gehören beispielsweise: Nierenentzündungen durch Bakterien oder Viren, Nierendegenerationen, Bluthochdruck, Nierensteine, Nierentumore.