Grundsätzlich gibt es zahlreiche Ursachen, die zu Erbrechen bei Katzen führen können. Erbricht die Katze nur vereinzelt und ist sie ansonsten gesund, steckt nicht unbedingt eine Krankheit dahinter. Gelegentliches Erbrechen bei Katzen ist gerade bei Hauskatzen in der Regel normal, da diese Tiere mehr Haare (z.B. durch die eigene Fellpflege) aufnehmen als freilaufende Katzen. Die Haare ballen sich im Magen zu Klumpen zusammen, die die Katze erbricht.

Anzeichen und Auslöser von Erbrechen

 

Erbrechen bei Katzen ist ein starker, komplexer, aktiver Reflex. Meist zeigen die Katzen Unruhe, Würgebewegungen oder verstärkten Speichelfluss, bevor es zur charakteristischen Anspannung der Muskulatur des Magens, Zwerchfells und Bauches kommt. Dadurch werden Magen- und auch Dünndarminhalt aktiv hervorgewürgt. Das Brechzentrum im Gehirn der Katze kann über zwei Wege anreget werden: Zum einen humoral – also durch Hormone oder andere Botenstoffe, die über die Blutbahn ins Gehirn gelangen und dort spezielle Rezeptoren aktivieren. Auf diese Weise lösen auch bestimmte Medikamente Erbrechen aus. Zum anderen neuronal – hierbei werden verschiedene Nervenenden in verschiedensten Körperregionen, vor allem jedoch im Magen-Darm-Trakt aktiviert. Der Reiz wird dann über die Nervenbahnen zum Gehirn geleitet. Über diesen Mechanismus können auch Erkrankungen anderer Organe zu Erbrechen führen – so auch Entzündungen von Nieren, Gebärmutter, Blase oder Kehlkopf.

 

Erbricht die Katze wirklich?

 

Echtes Erbrechen muss vom sogenannten Regurgitieren, also dem passiven Rückfluss von Futterbrei aus Speiseröhre oder Magen, unterschieden werden, wenn man die Ursache klären und beheben will. Dafür hilft es, das vermeintliche Erbrochene genau zu betrachten: Regurgitierter Futterbrei ist, je nach Futter, hellbraun bis creme-weiß gefärbt und flüssig bis zähflüssig. Bei Katzenbabys kann Muttermilch als weißer Schaum erbrochen werden. Zerkaute Futterbestandteile sind meistens noch gut erkennbar. Erbrochenes riecht meist sauer und ist flüssig, Futterbestandteile sind meist kaum mehr zu erkennen. Gelber Schleim ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Futterbrei aus dem vorderen Dünndarm stammt – die gelbe Farbe stammt von den Salzen und Säften der Galle.