Psychische Ursachen ausschließen

 

Zunächst sollte klargestellt werden, worauf der Verdacht auf Verstopfung bei der Katze basiert. Wenn nur das Fehlen von Kot in der Katzentoilette beziehungsweise die Situation, dass die Katze die Toilette nicht besucht, beobachtet wird, dann kann auch eine psychische Ursache infrage kommen. Die Katzentoilette sollte sich an einem ruhigen Ort befinden, damit die Katze beim Toilettenbesuch nicht durch Menschen oder andere Tiere gestört wird. Wenn mehrere Katzen im Haus leben, dann gilt die Faustregel: Stellen Sie eine Katzentoilette mehr auf, als es Katzen im Haushalt gibt. Zudem sollte die verschmutzte Katzenstreu täglich entfernt werden. Die komplette Streu sollte bei Verdacht auf Verstopfung alle drei Tage gewechselt und die Katzentoilette mit warmen Wasser und Seife gereinigt werden. Es kann ebenfalls sinnvoll sein, die Sorte zu wechseln, denn allein die Beschaffenheit der Streu kann die Unzufriedenheit der Katze mit der Katzentoilette bewirken.

 

Fell als Ursache von Verstopfung

 

Eine leicht zu übersehende Ursache für scheinbare Verstopfung bei Katzen kann auch das Verfilzen des Fells im Bereich um den After herum sein. Diese Störung kann bei Katzen auftreten, die krankhaft übergewichtig oder chronisch krank sind, und somit in der täglichen Fellpflege behindert sind. Dieses Problem tritt zudem eher bei Katzen mit langem Fell auf. Bei langhaarigen Katzenrassen sollte daher bei Verdacht auf eine Verstopfung der Bereich um den After kontrolliert werden. Ist das Fell dort verfilzt, kann dieser Bereich vorsichtig geschoren und gereinigt werden.  Eine andere Ursache für Verstopfung, die ebenfalls vom Fell ausgeht, sind Haarballen. Katzen verschlucken bei der Fellpflege Haare, die sie üblicherweise als Haarballen wieder erbrechen. Wenn die Haarballen aber nicht regelmäßig erbrochen werden, dann können sie eine Verstopfung auslösen. Dieses Problem kann vor allem bei langhaarigen Katzen öfter auftreten.