Unter Durchfall bei Katzen (Diarrhö) versteht man häufigen Kotabsatz, der in Menge und Beschaffenheit verändert ist. Durchfall bei Katzen kann beispielsweise breiig, dünnflüssig bis wässrig oder blutig sein; auch kann der Kot in der Farbe variieren.

Durchfall bei Katzen kann unterschiedliche Ursachen haben und etwa bei Infektionen, Darmentzündungen oder Futter-Unverträglichkeiten auftreten.

Durchfall hilft dem Körper der Katze, sich schnell von schädlichen Stoffen zu entledigen. Doch kommt es auch bei Darmreizung, nervösen Störungen, Hormonstörungen und bestimmten Krankheiten zu Durchfall bei Katzen.

Warum ist Durchfall ein Problem?

 

Bei einer Durchfallerkrankung verliert die Katze zu viel Flüssigkeit über den Darm. Das spiegelt sich deutlich in dem geradezu flüssigen Kot der Katze wieder. Häufig erfolgt der Kotabsatz dann auch in kürzeren zeitlichen Abständen. Schon dieser Flüssigkeitsverlust kann, wenn er länger anhält, den Wasserhaushalt der Katze durcheinanderbringen. Sie wird matt, frisst nicht wie gewohnt und nimmt ab. Im schlimmsten Fall werden dabei schließlich auch die Nieren der Katze in Mitleidenschaft gezogen.

 

Da Katzen von Natur aus wenig trinken, reicht bei massivem Durchfall die normale Flüssigkeitsaufnahme nicht aus, um die Verluste im Wasserhaushalt über den Darm auszugleichen.

 

Gleichzeitig ist die Futterverwertung im Darm der Katze gestört. Zum einen wird das Futter regelrecht aus dem Darm ausgespült, bevor es in den Körper der Katze aufgenommen werden kann. Zum anderen liegt bei Durchfall oft eine Entzündung und Schädigung der Darmschleimhaut vor. Die normale Aufnahmetätigkeit der Darmzellen sinkt dadurch drastisch, sodass viele Nährstoffe ungenutzt bleiben.

 

Dies erklärt den Gewichtsverlust von Katzen vor allem bei chronischem Durchfall.

 

Weicher Kot oder Durchfall?

 

Nicht jeder etwas weichere Kot ist problematisch.

 

Gelegentlich setzen Katzen etwas weicheren Kot ab, der oft auch heller als üblich erscheint. Hält diese Veränderung nur vorübergehend, also etwa ein bis zwei Tage an, handelt es sich meist um eine kurzfristige Reaktion der Katze auf ihr Trockenfutter oder anderes Futter und muss nicht zwingend behandelt werden. 

 

Durchfall hingegen geht bei Katzen mit flüssigem bis nahezu wässerigem Kotabsatz einher. Durchfall hat zwar einen gewissen Reinigungseffekt auf den Darm, der durchaus vorteilhaft sein kann, kann aber nach mehr als zwei bis drei Tagen zu ernstzunehmenden Wasserverlusten mit durchaus schwerwiegenden Folgen führen.

 

Verschiedene Formen des Durchfalls bei Katzen

 

Manchmal ergibt sich bereits aus der Farbe und der Konsistenz des Durchfalls der Katze ein Hinweis auf die mögliche Ursache.

 

Dies sind verschiedene Formen des Durchfalls und deren typische Ursachen:

 

Schleimiger Durchfall: Beimengungen von Schleim sind oft ein Zeichen für Dickdarmerkrankungen, denn nur in diesem Darmabschnitt gibt es diese schleimproduzierenden Zellen. 

 

Bräunlicher Durchfall: Bräunlicher, wässriger Kot ist meist durch eine Entzündung im Dünndarm bedingt. Hier findet normalerweise die Wasseraufnahme aus dem Darminhalt statt, die nun gestört ist.

 

Übelriechender Durchfall: Stinkende Durchfälle werden häufig durch Bakterien hervorgerufen.

 

Grauer Durchfall: Diese Verfärbung kann manchmal bei Katzen mit einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse beobachtet werden.

 

Gelber Durchfall: Ein Befall mit Giardien kann zu einer gelben Färbung des Kots führen, muss aber nicht immer die Ursache sein.

 

Schwarzer oder blutiger Durchfall: Tritt im vorderen Abschnitt des Darmes der Katze eine Blutung auf, wird das Blut beim Abtransport des Kotes mit verdaut und färbt den ausgeschiedenen Kot schwarz. Frische rötliche Blutspuren im Durchfall deuten eher auf eine Blutung im hinteren Dickdarm der Katze hin.


Homöopathie bei Durchfall

Den Homöopathen interessiert der Körper als Ganzes. Das von ihm verordnete homöopathische Mittel stärkt die Abwehrkräfte und sorgt für ein optimales Umfeld.

 

Je nach der Ursache für den Durchfall passiert bei der homöopathischen Behandlung folgendes: Eine zu starke Darmmotorik bei Durchfall, den Nervosität auslöst, wird  langsamer. Dadurch kann der Darm wieder Flüssigkeit aus der Nahrung aufnehmen und der Patient setzt daher keinen weiteren Durchfall ab.

 

Verursachen Bakterien oder Viren den Durchfall, dann gilt es, das Darmmilieu zu sanieren, d.h. den Darm mit seiner Schleimhaut so weit wieder herzustellen, dass den Krankheitserregern im wahrsten Sinne des Wortes "der Boden unter den Füssen weggezogen wird".