Epstein Barr Virus

Das Epstein Barr Virus soll für Autoimmunerkrankungen ursächlich sein und somit bei manchen Menschen zum Chronischen Erschöpfungssyndrom führen, zu Fibromyalgie, Hashimoto, der Rheumatoiden Arthritis, dem Lupus erythematodes.

Natürlich ist das Virus nicht der alleinige Auslöser dieser Beschwerdebilder, aber ein wichtiger Faktor, der das Erkrankungsrisiko erhöht.

Aus ganzheitlicher Sicht jedoch ist es fast unerheblich, ob es nun das Virus ist, das die jeweilige Krankheit verursacht oder ob eine andere noch unbekannte Ursache dahintersteckt, da die ganzheitliche Vorgehensweise immer in etwa dieselbe bleibt. Der Körper wird entlastet und gleichzeitig gestärkt und unterstützt, damit er aus eigener Kraft das Virus  bekämpfen kann bzw. wieder eigenständig in sein gesundes Gleichgewicht finden kann.

Sehr viele Menschen tragen das Epstein Barr Virus in sich. Es heisst 98 Prozent der Bevölkerung. Symptome entwickeln jedoch die wenigsten, da das Immunsystem der meisten Menschen das Virus gut unter Kontrolle halten kann.

In manchen Fällen aber kommt es zum Pfeiffer’schen Drüsenfieber, was auch Jahre oder Jahrzehnte nach der eigentlichen Ansteckung geschehen kann, etwa wenn das Immunsystem geschwächt ist und der Mensch überlastet ist.

Meist aber erkranken Jugendliche oder junge Erwachsene. Wenn Kinder erkranken, verläuft die Infektion oft sehr mild, z. B. mit einigen Tagen Abgeschlagenheit und leichtem Fieber, so dass meist keine Diagnose stattfindet, da die Kinder aufgrund der leichten Symptomatik gar nicht erst dem Arzt vorgestellt werden.

Das Epstein Barr Virus (EBV) gehört zur Familie der Herpesviren und trägt auch die Bezeichnung Humanes Herpes Virus 4 (HHV 4).

Seinen Namen hat das Virus seinen Entdeckern zu verdanken, den beiden Virologen Sir Michael Anthony Epstein (*1921 in London) und Yvonne M. Barr (1932 – 2016, Irland).

Das Epstein Barr Virus ist der Erreger der sog. infektiösen Mononukleose, auch Pfeiffer‘sches Drüsenfieber genannt.

Das Epstein Barr Virus infiziert zunächst den Mund- und Rachenraum sowie die B-Lymphozyten.

Wenn das Immunsystem dem Virus nicht beikommen kann, kommt es nun zum sog. Pfeiffer’schen Drüsenfieber. Es entwickeln sich frühestens 10 Tage (bei Kindern) bzw. nach 30 bis 50 Tagen (bei Jugendlichen und Erwachsenen) grippeähnliche Symptome, wie allgemeinem Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.

Erst nach einigen Tagen kommt es zum Fieber (das im Verlauf der Erkrankung mal steigt, mal sinkt), zu stark geschwollenen Lymphknoten (besonders am Hals) und einer noch stärkeren Müdigkeit, die drei Wochen lang anhalten kann.

Die Mandeln entzünden sich und der Patient leidet an Halsschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden.

Das Virus kann auch Organe, wie die Leber oder die Milz befallen, die sodann anschwellen, was sich in Bauchweh und Übelkeit äussert.