naturheilpraxis biloba



Allgemeines zur Pflanzenheilkunde


Durch die jeweils spezielle Art der Herstellung wird aus einer Pflanze eine Heilpflanze. So zum Beispiel in der Spagyrik, wo die Wirkstoffe zunächst getrennt, bearbeitet und wieder zusammengeführt werden.

 

Phytotherapeutische Arzneien enthalten eine Dynamik, welche im Körper einen Heilungsprozess in Gang setzt und seine Entgiftung ankurbelt. Eine natürliche Abwehrreaktion wird nicht unterdrückt, die Krankheit nicht verdrängt: Phytotherapie regt das Selbstheilungspotenzial des Körpers an.


Urtinkturen

Es gibt nicht nur Urtinkturen im herkömmlichen Sinn, sondern auch solche, welche durch ihren Herstellungsprozess eine Dynamisierung erfahren haben.

 

Dieses Verfahren bewahrt die Heilmittelinformation der frischen Pflanze in ihrer Ganzheit. Dies bedeutet, dass sowohl die Wirkstoffe als auch die Information und Lebenskraft in ihrer natürlichen Ordnung bewahrt und nicht durch die Herstellung zerstört werden.

 

Die frischen Arzneipflanzen werden mit Alkohol und Wasser verrieben und rhythmisch vermengt. Die herstellungsbedingt hohe Heilkraft dieser Urtinkturen stärkt das Regulationssystem und führt damit zu einer raschen und nachhaltigen Wirkung.


Welche Pflanzenteile werden verwendet?

  • Blatt, Blüte, die ganze oberirdische Pflanze
  • Holz, Hülse, Frucht
  • Knospe, Rinde, Samen
  • Wurzel, Zwiebel

Weltweit kommen über 20 000 Pflanzenarten zur Herstellung von Arzneimitteln zur Anwendung.


Wirkung der Phytotherapie

Jede Heilpflanze hat ihr eigenes Wesen, verkörpert individuelle Eigenschaften wie Anmut, Aggression, Wärme, Abgrenzung etc.

Hopfen

Humulus lupulus

frische Zapfen

Wesen der Pflanze

Fröhlichkeit, Leichtigkeit

Wirkungen

beruhigend, schlaffördernd

Kamille

Matricaria recutita

frische blühende Pflanze

Wesen der Pflanze

Geborgenheit, Geduld, Sanftmut, Mutter

Wirkungen

antiphlogistisch (entzündungshemmend), spasmolytisch (krampflösend), wundheilungsfördernd, antibakteriell; den Hautstoffwechsel anregend



Exkurs: Die moderne Phytotherapie

Die Pfarrer Kneipp, Künzle und Weidinger hielten die Tradition der Kräuterheilkunde weiter hoch, und im 20. Jahrhundert stellte der Arzt Dr. Rudolf Fritz Weiss die Heilpflanzenkunde auf eine wissenschaftliche Basis. Er gründete den ersten Lehrstuhl für Phytotherapie in Deutschland und sorgte für die Anerkennung durch die Schulmedizin.

Während die Phytotherapie sich mit der Wirkung von Pflanzenstoffen auf den kranken Menschen und der Nutzung von Heilpflanzen als Therapie beschäftigt, erforscht die Pharmakognosie die chemische Zusammensetzung der pflanzlichen Apotheke.

Dabei werden ihre Inhaltsstoffe teilweise in Einzelwirkstoffe zerlegt, die unabhängig vom Gesamtgefüge der Pflanze eine andere und manchmal sogar in hoher Dosis gefährliche Wirkungen haben können. Auch zahlreiche schulmedizinische Medikamente enthalten Pflanzenwirkstoffe.

Exkurs: Wirkweise und Wirksamkeit in der Phytotherapie

Die Wirkung der Heilpflanzen beruht auf ihrer meist sehr komplexen Zusammensetzung aus ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen etc.

Eine ganze Reihe von Heilpflanzen wurde mittlerweile wissenschaftlich untersucht und ihre Wirksamkeit anerkannt. Vor allem bei leichten, chronischen oder psychosomatischen Erkrankungen und bei funktionellen Störungen ist die Phytotherapie eine gute und auch von Ärzten empfohlene komplementärmedizinische Methode.

Damit Kräuter ihre Wirkstoffe bewahren, ist die richtige Ernte, Trocknung, Verarbeitung und Aufbewahrung entscheidend. Die Inhaltsstoff-Zusammensetzung schwankt auch je nach Standort.