Heilpflanzen


Heilpflanzen werden oft unterschätzt. Manchmal nutzt man sie bei kleinen Wehwehchen. Aber wirkliches Vertrauen bringt man ihnen nicht gerade entgegen.

 

Das ist schade, denn in Heilpflanzen steckt ein solch grosses Potential für unsere Gesundheit, dass es fast schon leichtsinnig wäre, darauf zu verzichten.

 

Lesen Sie jetzt wie diese Pflanzen wirken und was sie für Nebenwirkungen haben.

Heilpflanzen heilen auf vielen Ebenen

Heilpflanzen wirken ganz anders als schulmedizinische Medikamente. Und das ist auch ganz normal.

Denn Heilpflanzen bestehen nicht aus einem einzigen künstlichen Wirkstoff, sondern aus einem Potpourri an natürlichen Wirkstoffen, das bei jeder Heilpflanze anders ist.

Da sind Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Antioxidantien und die ganz speziellen sekundären Pflanzenstoffe. Letztere sind es meist auch, die für die spezifische Wirkung der Pflanze verantwortlich sind.

Heilpflanzen und ihre Nebenwirkungen

Auch Heilpflanzen haben Nebenwirkungen. Nebenwirkungen sind hier jedoch nicht gleich bedeutend mit unerwünschten Begleiterscheinungen – wie das bei den meisten Medikamenten der Fall ist.

Nebenwirkungen von Heilpflanzen sind einfach weitere positive Wirkungen.

Nehmen wir die Pfefferminze. Ihre Wirkstoffe sind insbesondere ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe.

Die Hauptwirkung der Pfefferminze bezieht sich auf die Linderung von Magen-Darm-Beschwerden.

Hier wirkt sie jetzt aber nicht – wie das ein schulmedizinisches Medikament tun würde – ausschliesslich gegen zu viel Magensäure oder ausschliesslich gegen Blähungen oder ausschliesslich gegen Schmerzen.

Die Pfefferminze wirkt ganzheitlich:

Sie löst schmerzhafte Krämpfe (spasmolytisch). Sie behebt Blähungen, fördert die Bildung der Gallen-, Magen- und Verdauungssäfte und beschleunigt die Magenentleerung.

Das sind die Hauptwirkungen der Pfefferminze. Und wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus? Diese sind natürlich ebenfalls vorhanden, nämlich die folgenden:

Die Pfefferminze wirkt antibakteriell, macht die Atemwege frei, eliminiert schlechten Mundgeruch, wirkt gegen Mundschleimhautentzündungen und sogar gegen Kopfschmerzen.

Unerwünschte Nebenwirkungen gäbe es nur, wenn man die Wirkstoffe der Pfefferminze (z. B. das ätherische Öl) isoliert und in zu grossen Dosen einnehmen würde.

Heilpflanzen jedoch, die in Form natürlicher Zubereitungen verwendet werden, sind mehrheitlich frei von unerwünschten Wirkungen.

Sicherheitshalber sollten jedoch Schwangere und Stillende sowie sehr empfindliche Menschen vor dem Gebrauch von Heilpflanzen ihren Therapeuten befragen.

Weitere Informationen erhalten Sie von uns, der Naturheilpraxis biloba hund, katze und pferd.



Exkurs: sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe (oft auch als Phytochemikalien bezeichnet) sind Stoffe, die der Pflanze – im Gegensatz zu den primären Pflanzenstoffen wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette – nicht als Nährstoffe dienen. Sekundäre Pflanzenstoffe haben hingegen andere Eigenschaften und Aufgaben.

Manche Phytochemikalien dienen der Pflanze beispielsweise als Blütenfarbstoffe, andere als Duftstoffe, um Insekten zur Bestäubung anzulocken, wieder andere als Abwehrstoffe, um Frassfeinde abzuwehren und ganz andere, um die Pflanze vor Pilz- oder Bakterieninfektionen zu schützen.

Doch wie wirken die sekundären Pflanzenstoffe auf den Menschen? Er muss schliesslich weder farbenfroh sein noch will er Insekten anlocken und Frassfeinde muss er auch nicht abwehren.

Die Polyphenole im Granatapfel zum Beispiel können den Blutdruck senken, Sulfide im Knoblauch verhindern Thrombosen, Phenolsäuren in Früchten töten Bakterien, und Saponine in Hafer und Hülsenfrüchten wirken entzündungshemmend.