Naturheilpraxis biloba


Bitte bedenken Sie: Genau wie für den Menschen, ist auch für unsere Haustiere eine möglichst natürliche Ernährung einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einem langen und gesunden Leben voller Energie und Leistungsfähigkeit. Gesunde Tiernahrung erspart Ihrem Tier viel Leid.


Die natürliche Ernährung von Hunden und Katzen in freier Wildbahn würde zu einem grossen Teil aus Beutetieren bestehen. Erwischt der Hund oder die Katze eine Maus oder ein Wildkaninchen, verspeisen sie beides meist komplett, also mit Mageninhalt und erhalten so automatisch eine Portion "Gemüse".

Da sie ausserdem das Tier samt dessen Zähnen, Krallen und Fell verzehren, leiden weder wildlebende Hunde noch wilde Katzen unter Ballaststoffmange.

Viele Hunde lieben auch Fallobst und fressen mit Begeisterung weiche Birnen, Äpfel, Pflaumen, Aprikosen oder Kirschen. Wenn die Früchte entsprechend niedrig hängen, pflücken sich manche Hunde ihr tägliches Obst eigenständig. Ab und zu hört man auch von Katzen, die im Garten gerne Erdbeeren oder andere Beeren ernten und diese genussvoll verspeisen.

Wenn Katzen gemeinsam mit Hunden im selben Haushalt leben und den deutlich weniger wählerischen Hund beim Obst- und Gemüsemahl beobachten, dann kommt es nicht selten vor, dass sie ebenfalls Obst und Gemüse verlangen und dieses dann auch fressen.

Hunde graben sich in freier Wildbahn überdies gelegentlich Wurzeln aus und fressen diese. Gras wird ebenfalls regelmässig verzehrt – sowohl von Hunden als auch von Katzen.

Gras jedoch wird weder vom einen noch vom andern in erhöhtem Mass verdaut und dient lediglich als Verdauungshilfe bzw. Mittel zur Magen-Darm-Reinigung, da es einerseits die Verdauung (Magensaftproduktion) fördern kann, andererseits auch – wenn nötig – das Erbrechen erleichtern soll.

Wohnungskatzen sollten daher stets Zugang zu Gras haben. Säen Sie dieses in Schalen oder Töpfe und stellen es – sobald es 10 bis 15 cm hoch ist – in Reichweite Ihrer Katze. Wenn angeleinte Hunde während des Spaziergangs Gras fressen möchten, dann werden sie keinesfalls weiter gezogen, sondern dürfen in aller Ruhe ihr Gras zupfen, bis sie genug haben.

Wie schon beschrieben, isst der Hund sehr gerne von sich aus Obst und nicht selten auch gerne Gemüse wie Karotten, Süsskartoffeln und sogar Radieschen. Er ist nicht wie die Katze auf eine fast ausschliesslich tierische Ernährung angewiesen, sondern diese kann bis zu 30 Prozent Obst und Gemüse erhalten.

Allerdings sollte der Gemüseanteil wesentlich höher sein als der Obstanteil. Ein Verhältnis von 1 : 3 (Obst : Gemüse) wäre ideal.

Exkurs: Zivilisationskrankheiten bei Hund und Katze / Gedanken zur Fertignahrung

Wäre Fertignahrung tatsächlich so optimal, wie immer behauptet wird, dann gäbe es nur einen Bruchteil der heute bei Hunden und Katzen weit verbreiteten gesundheitlichen Beschwerden.

Dabei handelt es sich interessanterweise häufig um genau dieselben Zivilisationskrankheiten unter denen Menschen leiden, die sich gerne von Industrienahrung (Zucker, Fertigprodukten etc.) ernähren, nämlich um Allergien, Diabetes, Krebs, Arthrose, Karies, Zahnstein, Parodontose, chronische Verdauungsprobleme, Ohrinfektionen, Blasen- und Prostataentzündungen, Gallensteine, unerklärlicher Juckreiz sowie Haut- und Fellprobleme.

Ein gesundes Haustier hat klare strahlende Augen, ein glänzendes, geruchloses Fell, unproblematischen Stuhlgang, blitzblanke Zähne und einen wohlriechenden Atem.

Ganzheitliche Tierärzte raten vom üblichen Industriefutter ab

Ganzheitliche Tierärzte (und andere Experten) sind inzwischen der Meinung, dass die minderwertigen und teilweise chemischen Zutaten der meisten Heimtierfertigfutterarten bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit der Tiere haben und zu den verschiedensten Krankheiten, insbesondere zu chronischen Leiden führen können.

Sie empfehlen daher den Tierhaltern, ihre Katzen und Hunde entweder mit qualitativ hochwertiger Fertignahrung zu füttern, die aus biologischen Zutaten hergestellt wurde und ausserdem frei von synthetischen Zusätzen ist oder – was noch bedeutend besser wäre – frische Mahlzeiten aus rohen Zutaten selbst zusammen zu stellen.